CPU oder GPU zum Knacken von Passwörtern?
Die Wahl der richtigen Hardware zum Knacken von Passwörtern kann die Effizienz und die Zeit zur Wiederherstellung von Daten erheblich beeinflussen. Sollten Sie auf die klassische Rechenleistung eines Prozessors (CPU) setzen oder die hohe Parallelleistung einer Grafikkarte (GPU) nutzen? In diesem Artikel betrachten wir, wie beide Lösungen im Kontext von Passwortknack-Tools wie Hashcat funktionieren und welche sich in der Praxis besser eignet. Wie lässt sich Hashcat einsetzen? Erfahren Sie, wie Sie den Passwortwiederherstellungsprozess beschleunigen und welche Hardware Sie verwenden sollten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Was ist das Tool Hashcat?
Hashcat funktioniert als Werkzeug zum Knacken von Passwörtern, das Techniken wie Brute-Force-, Wörterbuch- und Kombinationsangriffe verwendet, um Passwörter aus Hashes wiederherzustellen. Wo liegt seine Hauptstärke? In der Möglichkeit, Berechnungen mithilfe von Prozessoren (CPU) und Grafikkarten (GPU) parallel zu beschleunigen. Wenn Sie Passwörter etwa aus einer Handshake-Datei bei einem WLAN-Netzwerkaudit, aus ZIP-Dateien oder verschlüsselten Dokumenten wiederherstellen möchten, sollten Sie die verfügbare Hardware möglichst effizient nutzen.
Ich benutze dafür ein bekanntes und beliebtes Werkzeug, das die Entwickler selbst als „Schweizer Taschenmesser zur Wiederherstellung von Passwörtern“ bezeichnen – Hashcat. Ein häufiger Fehler von Personen, die in dieses Thema einsteigen, ist, dass Hashcat oder andere Werkzeuge auf virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Das ist nicht effizient, da Hashcat Berechnungen von der CPU auf eine oder mehrere Grafikkarten (GPU) verlagern kann, was die Geschwindigkeit vervielfacht und somit die Effizienz der Passwortwiederherstellung erhöht.
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Wie funktioniert Hashcat?
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Die Funktionsweise von Hashcat beginnt mit dem Einlesen der Eingabedaten. Der Benutzer liefert den Hash, der geknackt werden soll, und wählt die Angriffsart, z. B. Brute-Force oder einen Wörterbuchangriff, bei dem Passwörter aus einer vorbereiteten Liste häufig verwendeter Kennwörter geprüft werden. Hashcat unterstützt zahlreiche Hash- und Authentifizierungsverfahren wie MD5, SHA-1 oder WPA/WPA2.
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Anschließend folgen die Berechnungen – Hashcat nutzt die Rechenleistung des Prozessors (CPU) oder der Grafikkarte (GPU), um so schnell wie möglich verschiedene Kombinationen zu testen.
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Der nächste Schritt ist das Ermitteln des Passworts – das Programm vergleicht die generierten Kombinationen mit dem Hash. Findet es eine passende Kombination, wurde das Passwort ermittelt.
Insbesondere mit GPU-Unterstützung zählt Hashcat zu den leistungsfähigsten Werkzeugen für die Sicherheitsüberprüfung von Passwörtern und unterstützt zahlreiche Algorithmen. Wenn Sie gerade erst mit Hashcat beginnen, helfen detaillierte Online- oder YouTube-Anleitungen weiter. Suchen Sie beispielsweise nach „Hashcat Tutorial“; dort wird Schritt für Schritt erklärt, wie sich das Tool konfigurieren und für verschiedene Arten von Passwortangriffen einsetzen lässt.
Es ist erwähnenswert, dass professionelle Pentester häufig mehrere miteinander verbundene Grafikkarten in einem Rechencluster einsetzen, um Passwörter noch schneller zu knacken. Dadurch können sie riesige Datenmengen in sehr kurzer Zeit verarbeiten. Hashcat in Kombination mit der richtigen Hardware ist also eines der leistungsstärksten Werkzeuge im Arsenal von Sicherheitsspezialisten.
Hashcat: GPU oder CPU?
Warum ist die Verwendung von virtuellen Maschinen nicht effizient? Nun, VirtualBox oder VMware emulieren nur die Grafikkarte und erlauben nicht die volle Nutzung der Hardwareleistung. Und warum ist es sinnvoll, Berechnungen von der CPU auf die GPU zu verlagern? Die Sache ist einfach: Bei stark parallelisierbaren Hashcat-Berechnungen kann selbst eine schwächere Grafikkarte leistungsfähiger sein als ein starker Prozessor. Auf den folgenden Screenshots können Sie den Leistungszuwachs der GPU im Vergleich zur CPU auf demselben Laptop mit einem Pentium i3 der 8. Generation und einer vergleichsweise einfachen GeForce MX 150 sehen, wobei der Prozessor 6 Rechenkerne hat, während dieses Grafikkartenmodell 384 CUDA-Kerne besitzt (die neuesten Grafikkarten haben mehrere Tausend dieser Kerne).
Hashcat – CPU:

Hashcat – GPU:

Um den Unterschied in der Zeit besser zu veranschaulichen, habe ich eine Wörterbuchdatei mit einer Größe von 15,4 GB verwendet. Das Beispiel verdeutlicht, warum es sich lohnt, das Potenzial von Hashcat auszuschöpfen. Wenn Sie auf diese Weise experimentieren möchten, ist es ratsam, ein vollständiges Linux-System zu starten, z. B. von einem USB-Stick mit Persistenz oder von einer Festplatte.
Funktioniert Hashcat unter Windows?
Ja, Hashcat ist auch unter Windows verfügbar. Es ist ein plattformübergreifendes Tool, was bedeutet, dass es auf verschiedenen Betriebssystemen verwendet werden kann, darunter Windows, Linux und macOS. Unter Windows unterstützt Hashcat sowohl Prozessoren (CPU) als auch Grafikkarten (GPU). Unabhängig vom System müssen Sie die aktuellen Treiber für Ihre Grafikkarte installieren. Wie geht das? Ich empfehle, die Dokumentation auf der Projektseite zu lesen:
Wenn Ihnen das schnelle Knacken von Passwörtern wichtig ist, ist eine GPU in der Regel die leistungsfähigere Lösung. Grafikkarten übertreffen Prozessoren dank ihrer Architektur bei der parallelen Datenverarbeitung. Interessanterweise können die neuesten Grafikkarten, wie die aus der NVIDIA-RTX-Serie, sogar mehrere tausend Kerne haben, was sie unglaublich leistungsfähig macht. Daher kann es sinnvoll sein, in eine geeignete Grafikkarte zu investieren, wenn Sie das volle Potenzial von Hashcat ausschöpfen möchten.
Autor des Beitrags: Rafał Sulikowski
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