Keystroke-Injection-Angriff mit O.MG Cable – Funktionsweise
Angriffe mittels Keystroke Injection lassen sich mit manipulierten USB-Geräten durchführen. Ein bekanntes Beispiel ist das O.MG Cable: Es sieht wie ein gewöhnliches USB-Kabel aus, enthält jedoch zusätzliche Elektronik. Erfahren Sie, wie es funktioniert und in welchem rechtlichen Rahmen es eingesetzt werden darf.
Wie funktioniert das O.MG-Kabel?
Bevor wir den Angriffstyp Keystroke Injection näher betrachten, sehen wir uns die Funktionsweise des Kabels an. Das O.MG Cable sieht zwar wie ein gewöhnliches USB-Kabel aus, ist jedoch mit einem Mikrocontroller und Funkkommunikation ausgestattet. Dadurch kann es auf dem angeschlossenen Computer Eingaben ausführen und Funktionen aus der Ferne auslösen. Es verfügt unter anderem über einen Selbstzerstörungsmechanismus, mit dem sich die zusätzlichen Funktionen deaktivieren lassen, sodass das Gerät wieder wie ein gewöhnliches Kabel arbeitet. Mit einem speziellen Programmer kann dieser Zustand zurückgesetzt werden. Payloads lassen sich zudem drahtlos starten, ohne dass während der Ausführung physischer Zugriff auf das Gerät erforderlich ist. Eine ähnliche Kabeltechnik wird auch im ANT-Katalog (Advanced Network Technology) beschrieben, einer Dokumentationssammlung zu fortgeschrittenen Netzwerktechnologien. Es geht um Cottonmouth-I, das allerdings rund 20.000 Dollar kostete.
Keystroke-Injection-Angriff
Bei einer Keystroke Injection werden Eingaben in ein System eingeschleust, indem das Gerät eine Tastatur emuliert. Dafür können manipulierte USB-Geräte wie das beschriebene O.MG Cable verwendet werden. Nach dem Anschluss sendet das Kabel programmierte Befehle, die wie Tastatureingaben verarbeitet werden und beispielsweise Schadsoftware starten oder Daten auslesen können. Ein wesentlicher Aspekt eines Keystroke-Injection-Angriffs ist die unauffällige Bauform des O.MG Cable. Antivirensoftware oder Firewalls erkennen die zusätzliche Hardware nicht ohne Weiteres. Im passiven Zustand funktioniert das angeschlossene Gerät wie ein gewöhnliches Kabel zum Laden oder zur Datenübertragung. Nach der Aktivierung, beispielsweise über eine Funkverbindung, führt es die programmierte Payload aus. Diese lässt sich an ein bestimmtes, autorisiertes Testszenario anpassen.
Ist der Einsatz eines O.MG Cable legal?
Der Einsatz eines O.MG Cable und ähnlicher Hacker-Gadgets wirft häufig rechtliche Fragen auf. Solche Geräte können bei autorisierten Penetrationstests helfen, Sicherheitslücken zu erkennen; ein Einsatz ohne Erlaubnis kann dagegen strafbar sein. Ob der Einsatz in Polen oder einem anderen Staat der Europäischen Union rechtmäßig ist, hängt vom konkreten Zweck, der Autorisierung und den anwendbaren Vorschriften ab. Bildungs- und Forschungszwecke rechtfertigen keine Verletzung von Datenschutz-, Vertraulichkeits- oder Zugriffsregeln.
Wenn Sie in der IT-Sicherheit arbeiten, als Pentester tätig sind oder technologische Risiken besser verstehen möchten, kann das O.MG Cable ein nützliches Werkzeug für Untersuchungen und autorisierte Tests sein. Setzen Sie es ausschließlich verantwortungsvoll und mit entsprechender Erlaubnis ein. Entdecken Sie das Angebot des SAPSAN-Shops; bei Fragen beraten wir Sie gerne.