Sicherheit im Internet der Dinge (IoT). Wie schützt man seine Geräte?
Intelligente Geräte in unseren Häusern werden immer häufiger – von Smart-Glühbirnen bis zu Überwachungssystemen. Obwohl sie Komfort und Zeitersparnis bieten, bringen sie ernsthafte Bedrohungen mit sich. Oft vergessen wir, dass viele dieser Geräte schwache Sicherheitsvorkehrungen haben, was sie zu einem leichten Ziel für Cyberkriminelle macht. Wie gewährleistet man also die Sicherheit in der Welt des Internet der Dinge (IoT)? Schauen wir uns an, wie wir unsere Geräte und Daten vor Gefahren schützen können.
IoT – was ist das?
Internet der Dinge (IoT) – auf Englisch Internet of Things – ist ein dynamisch wachsender Technologiezweig, der die Art und Weise verändert, wie unsere Häuser, Unternehmen und die gesamte Gesellschaft funktionieren. Einfach ausgedrückt ist IoT ein Netzwerk miteinander verbundener Geräte, die über das Internet miteinander und mit dem Benutzer kommunizieren. Jedes dieser Geräte sammelt, verarbeitet und überträgt Daten – oft ohne menschliches Eingreifen. Von intelligenten Glühbirnen bis zu fortschrittlichen Produktionssystemen – das Potenzial von IoT ist enorm. Dank Geräten wie intelligenten Überwachungskameras, Temperatursensoren, Alarmsystemen oder Smart-Schlössern können wir unsere Umgebung aus der Ferne steuern. Diese Entwicklung bringt jedoch auch ernsthafte Bedrohungen mit sich. IoT-Sicherheit ist ein Thema, das von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt – und das nicht ohne Grund.
Noch vor kurzem war das „intelligente Zuhause" mit einer fernen Zukunft aus Science-Fiction-Filmen verbunden – automatische Jalousien, ein Kühlschrank, der selbst einkauft, oder Sensoren, die melden, dass der Hund gerade auf die Couch gesprungen ist. Heute sind das immer häufigere Lösungen! Smart-Glühbirnen begrüßen uns mit warmem Licht, bevor wir die Schwelle überschreiten, und das Thermostat kennt unsere Gewohnheiten besser als der Partner. Das Problem ist, dass all diese technischen Wunder – obwohl beeindruckend – wie eine offene Wohnungstür sein können. Nur dass statt eines Einbrechers mit Brechstange ein... Hacker hineinschlüpfen kann. Denn in einer Welt, in der der Kühlschrank Wi-Fi und das Türschloss ein Passwort hat – beginnt Sicherheit etwas ganz Neues zu bedeuten. Überlegen wir also, was die Hauptherausforderungen im Zusammenhang mit der IoT-Sicherheit sind und was zu tun ist, damit intelligente Geräte wirklich smart und sicher sind?
Was ist Sicherheit im Internet der Dinge (IoT)?
IoT-Sicherheit ist eine Sammlung von Strategien, Verfahren und Technologien, die darauf abzielen, IoT-Geräte und die durch sie übertragenen Daten zu schützen. Da viele IoT-Geräte im Hintergrund arbeiten, sind sie oft unzureichend geschützt, was sie zu einem leichten Ziel für Cyberkriminelle macht. Wie sind IoT-Systeme gesichert? Nun, man muss zugeben, dass die Sicherheit in IoT (Internet of Things) Systemen je nach Hersteller und Gerätetyp variiert. Einige Marken investieren in fortschrittliche Schutzmechanismen – Datenverschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, regelmäßige Software-Updates. Andere, insbesondere billigere Produkte, beschränken sich oft auf grundlegende Sicherheit oder bieten sie gar nicht an. Deshalb spielt der Benutzer hier eine große Rolle. Es hängt von uns ab, ob das Gerät sicher ist oder zu einem schwachen Glied im Heimnetzwerk wird. Ein bewusster Ansatz und die Befolgung bewährter Praktiken sind äußerst wichtig – auch wenn der Hersteller uns die Aufgabe nicht erleichtert.
Was ist Sicherheit und Privatsphäre in IoT?
Im Kontext von IoT taucht auch oft der Begriff Privatsphäre auf. Kein Wunder, denn Sicherheit und Privatsphäre in IoT sind zwei eng miteinander verbundene Bereiche. Sicherheit konzentriert sich auf den Schutz von Geräten und Daten vor Cyberangriffen, während sich die Privatsphäre darauf bezieht, welche Daten gesammelt werden, wie sie gespeichert werden und wer tatsächlich Zugriff darauf hat.
Nehmen wir zum Beispiel eine beliebte intelligente Steckdose (Smart Plug), ein Gerät, das Sie in eine normale Wandsteckdose stecken und erst dann Ihr Gerät anschließen – z.B. eine Lampe, eine Kaffeemaschine oder ein Ladegerät. Dadurch können Sie die Stromversorgung dieses Geräts aus der Ferne steuern – meist über eine Smartphone-App – praktisch, nicht wahr? Aber wenn Sie das Standardpasswort nicht ändern oder die App nicht aktualisieren, kann eine dritte Person die Kontrolle über Ihr Gerät übernehmen. Darüber hinaus können Daten darüber, wann Sie beispielsweise das Licht ein- und ausschalten, Ihren Tagesrhythmus verraten – und das ist bereits eine Frage der Privatsphäre.
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Was sind die Hauptherausforderungen im Zusammenhang mit der IoT-Sicherheit?
1. Fehlende Software-Updates
Viele günstige IoT-Geräte erhalten keine regelmäßigen Firmware-Updates, was Tür und Tor für bereits bekannte Angriffe öffnet.
2. Schwache Passwörter und Standard-Anmeldedaten
Benutzer ändern selten die werkseitigen Anmeldedaten, was Hacker problemlos ausnutzen können.
3. Fehlende Datenverschlüsselung
Oft sind die von IoT-Geräten übertragenen Daten nicht verschlüsselt, was ihr Abfangen ermöglicht.
4. Große Anzahl von Geräten
Je mehr Geräte im Netzwerk, desto mehr potenzielle Einstiegspunkte für einen Angreifer.
Sicherheit im Internet der Dinge (IoT). Wie schützt man seine Geräte?
Glücklicherweise müssen Sie kein Experte für Cybersicherheit sein, um Ihre IoT-Geräte zu schützen. Hier sind einige Tipps, die Sie sofort umsetzen können.
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Ändern Sie Standard-Passwörter – am besten gleich nach dem ersten Start. Verwenden Sie einzigartige, starke Passwörter.
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Aktualisieren Sie Software – ignorieren Sie keine Benachrichtigungen über Firmware- oder App-Updates.
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Segmentieren Sie Ihr Netzwerk – erstellen Sie wenn möglich ein separates Wi-Fi-Netzwerk nur für IoT-Geräte.
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Nutzen Sie VPN (für die Fernverbindung zu Ihrem Netzwerk) – das ist eine zusätzliche Schutzschicht, besonders wenn Sie Geräte aus der Ferne steuern.
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Kaufen Sie verantwortungsbewusst – wählen Sie Geräte von Herstellern, die technischen Support und regelmäßige Sicherheitsupdates anbieten.
IoT (Internet of Things) ist eine Technologie, die nicht nur das Leben erleichtert, sondern uns auch in eine völlig neue Dimension digitaler Verantwortung einführt. Intelligente Häuser, Büros und Städte sind ein integraler Bestandteil unserer Zukunft – aber ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen können sie zu offenen Türen für Cyberbedrohungen werden. In einer Ära, in der alles „smart" ist, ist das Bewusstsein des Benutzers das wichtigste Glied in der Sicherheit. Denn selbst die besten Technologien schützen uns nicht vor unserer eigenen Unachtsamkeit.