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SAPSAN-Blog-Banner mit einem Foto eines Stapels RFID-Tags mit sichtbaren Antennen und Chips, Adler-Logo und Titel was das Klonen einer RFID-Karte ist

RFID-Karten klonen: Risiken und Schutzmaßnahmen

Das autorisierte Kopieren einer RFID-Karte kann im Alltag praktisch sein. Doch ist es immer möglich? Ist das Kopieren von RFID-Karten ohne Zustimmung eine reale Bedrohung? Welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Art des verwendeten Transponders und dem gewünschten Schutzniveau ab. Unser Leitfaden zum Schutz vor dem Kopieren von RFID-Karten zeigt, wie Hersteller ihre Produkte vor dem Klonen schützen. 

Lassen sich RFID-Karten kopieren?

Ja, das Kopieren von RFID-Karten ist möglich, allerdings nicht in jedem Fall. Ein RFID-System nutzt Radiowellen zur kontaktlosen Datenübertragung. Das macht Karten komfortabel, kann sie jedoch auch Risiken aussetzen. Das Kopieren einer RFID-Karte wird häufig als digitaler Taschendiebstahl bezeichnet. Dabei werden Daten abgefangen und auf einen leeren Chip übertragen, um eine Klonkarte zu erstellen. Schlüsselanhänger, Tags und Karten einfacher Standards, die auf einer Frequenz von 125 kHz arbeiten, lassen sich beliebig kopieren. Deshalb ist es besonders wichtig, RFID-Karten angemessen zu schützen. Bei einer Frequenz von 13,56 MHz ist die Situation anders; betrachten wir jedoch zunächst den einfacheren Standard. 

125 kHz

Bei einer Frequenz von 125 kHz sorgen mehrere Faktoren dafür, dass das Kopieren von RFID-Karten weniger kompliziert ist, als es zunächst scheint. Der erste Faktor ist die fehlende Verschlüsselung. Viele ältere RFID-Karten mit geringem Speicher verwenden keine fortschrittlichen Verschlüsselungsverfahren. Dadurch sind die gespeicherten Daten für unbefugte Personen leichter zugänglich. Das Kopieren von RFID-Karten wird auch dadurch erleichtert, dass Niederfrequenz-RFID-Lesegeräte Daten von Tags aus wenigen Zentimetern Entfernung lesen können. So können Daten ohne Wissen des Eigentümers abgefangen werden, wenn sich die Karte in einer Tasche, einem Rucksack oder einer Handtasche befindet. Zudem sind auf dem Markt zahlreiche Geräte zum Kopieren von RFID-Karten erhältlich. Verbreitet sind nicht nur Werkzeuge wie das iCopy-XS-RFID-Klonwerkzeug oder ChameleonUltra, sondern auch Smartphone-Apps, die das Kopieren von RFID-Karten beispielsweise unter Android ermöglichen. Professionelle RFID-Kartenduplikatoren für Pentester, Schlosser und Gebäudemanager erkennen Frequenz und Typ der Tags und lesen anschließend die Kennung aus. Diese lässt sich auf einen neuen, leeren Datenträger schreiben.

13,56 MHz

Bei Geräten, die auf einer Frequenz von 13,56 MHz arbeiten, beispielsweise nach dem MIFARE-Standard, ist die Situation komplexer und das Kopieren deutlich schwieriger. Entsprechende Geräte existieren, ihre Nutzung erfordert jedoch fundierte technische Kenntnisse. Selbst dann kann der Klonvorgang scheitern, wenn der Hersteller zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen hat. Beispielsweise gibt es kontaktlose Tags oder Karten, die einen geheimen asymmetrischen Schlüssel enthalten (der nicht über die verfügbare Kommunikationsschnittstelle aus der Karte extrahiert werden kann). Viele solcher Smartcards basieren auf der Java Card-Technologie. Sie enthalten einen Mikrocontroller und verwenden spezielle, in Java entwickelte Anwendungssoftware. Die meisten modernen Kreditkarten, die auf dem EMV-Standard basieren, nutzen einen solchen Mechanismus, um das Klonen zu verhindern. 

Kopieren von RFID-Karten – wie schützen Sie sich?

Um sich vor Datendiebstahl und unbefugtem Kopieren von RFID-Karten – etwa auf ein Smartphone – zu schützen, sollten Sie Produkte mit geeigneten Sicherheitsmechanismen wählen. Wenn Sie Tags verwenden, die auf einer Frequenz von 125 kHz arbeiten, führen Sie nur die wirklich benötigten Karten und Tags mit sich, um das Risiko des Kopierens zu minimieren. Sinnvoll ist außerdem eine spezielle Hülle oder Geldbörse mit einer Abschirmung, die Funksignale blockiert. Solche Produkte enthalten eine Metallschicht als Barriere für Radiowellen, sodass RFID-Kopierer die Signale theoretisch nicht erfassen können. Denken Sie jedoch daran, dass ein sicheres RFID-System alle Komponenten und die Kommunikationskanäle zwischen ihnen absichern sollte.


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