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SAPSAN-Blog-Banner mit einem Foto einer Person mit Kapuze an Monitoren mit Code im violetten Licht, Adler-Logo und Titel wie man Phishing erkennt

Phishing erkennen und wirksam vermeiden

Da sich Kriminelle als vertrauenswürdige Institutionen ausgeben können, gehört Phishing zu den am schwersten erkennbaren Bedrohungen im Netz. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Phishing ist; außerdem erläutern wir die verschiedenen Arten von Phishing und mögliche Folgen. Unsere Hinweise zeigen Ihnen, woran Sie Phishing erkennen und wie Sie Fallen vermeiden, die kostspielige Folgen haben können.

Phishing – Definition

Was bedeutet Phishing? Es handelt sich um eine Form des Internetbetrugs und eine der gefährlichsten Methoden, im Netz an vertrauliche Informationen zu gelangen. Der englische Begriff Phishing bezeichnet sinngemäß das Abgreifen von Informationen. Diese Betrugstechnik kann über E-Mails, SMS, gefälschte Webseiten oder Anrufe erfolgen. Wie funktioniert Phishing? Ein Phishing-Angriff beginnt beispielsweise mit dem Versand einer E-Mail (sogenanntes E-Mail-Phishing): Dabei werden Nachrichten so präpariert, dass sie einer offiziellen Bankkorrespondenz oder der Nachricht eines bekannten Portals täuschend ähnlich sehen und dadurch Vertrauen wecken. Die E-Mail informiert beispielsweise über die angebliche Deaktivierung eines Benutzerkontos und fordert zu dessen erneuter Aktivierung auf. Die verlinkte Webseite sieht der echten Seite einer Bank oder eines bekannten Unternehmens sehr ähnlich, ist jedoch eine von Kriminellen vorbereitete Falle. Wer den Betrug nicht erkennt, gibt dort möglicherweise vertrauliche Daten wie Passwort, Identifikationsnummer, Login und PIN-Code ein. 

Lesen Sie auch den Artikel im SAPSAN-Blog: Was ist Cybersicherheit?

Arten von Phishing

  • Vishing (Voice-Phishing) – Betrug, der über ein Telefonat begangen wird. Betrüger rufen das Opfer an, geben sich als Vertreter einer Bank oder einer anderen Institution aus und versuchen, Daten zu erlangen.
  • Smishing (SMS-Phishing) – In diesem Fall nutzen Betrüger Textnachrichten, um das Opfer dazu zu bringen, auf einen Link zu klicken oder vertrauliche Informationen preiszugeben.
  • Pharming – eine gefährlichere Form des Phishing. Dabei werden Bankkunden trotz Eingabe der richtigen Webadresse, etwa der Adresse ihrer Bank, auf gefälschte Webseiten umgeleitet, die Daten stehlen. 

Lesen Sie auch unsere Artikel zu Skimming und Spoofing

Woran erkennt man Phishing? 

Achten Sie auf Nachrichten von unbekannten oder verdächtigen Absendern; bei solchen Nachrichten ist besondere Vorsicht geboten. Beim Phishing werden häufig gefälschte E-Mail-Adressen oder Telefonnummern verwendet, die echt aussehen. Nachrichten, die sofortige Konsequenzen androhen, wenn Sie eine bestimmte Handlung nicht ausführen, sind verdächtig. Dazu zählen etwa Nachrichten, die über die Sperrung eines Kontos oder die dringende Notwendigkeit zur Aktualisierung von Daten informieren.

Phishing – Beispiele

Konkrete Beispiele verdeutlichen, wie diese Betrugstechnik funktioniert.

  • Sie erhalten eine E-Mail mit dem Anhang „Rechnung.pdf“. Nach dem Öffnen des Anhangs wird Malware auf Ihrem Computer installiert, was zu Datendiebstahl, Dateilöschung oder zur Übernahme der Kontrolle über das Gerät führen kann.
  • Sie erhalten auf Facebook eine Nachricht von einem „Bekannten“ mit der Bitte, einen Link zu einem vermeintlich interessanten Artikel oder Gewinnspiel zu öffnen. Der Link führt zu einer gefälschten Seite, die Ihre Daten stehlen soll.
  • Sie erhalten eine E-Mail, die Sie darüber informiert, dass Sie einen großen Geldbetrag in einer Verlosung gewonnen haben, an der Sie nie teilgenommen haben. Um den Preis zu erhalten, müssen Sie auf den Link klicken und Ihre persönlichen Daten angeben.

Was sind die Folgen von Phishing?

Phishing kann schwerwiegende Folgen haben, darunter:

  • Identitätsdiebstahl – Betrüger können die erlangten Daten für illegale Aktivitäten nutzen, wie das Eröffnen von Bankkonten unter falschem Namen oder das Durchführen von Transaktionen im Namen des Opfers.
  • Finanzielle Verluste – Gestohlene Daten führen oft zu unberechtigten Abbuchungen vom Bankkonto oder zur unautorisierten Verwendung von Kreditkarten.
  • Reputationsverlust – Richtet sich Phishing gegen ein Unternehmen, kann dies das Vertrauen der Kunden beschädigen und zu einer Datenschutzverletzung führen.

Schutz vor Phishing: Das können Sie tun

Installieren Sie Antivirensoftware und halten Sie sie aktuell. Prüfen Sie URLs sorgfältig: Bevor Sie Daten auf einer Webseite eingeben, vergewissern Sie sich, dass die Adresse korrekt ist. Klicken Sie in E-Mails oder SMS unbekannter Absender nicht auf Links. Prüfen Sie die Quelle: Wenn Sie eine Nachricht mit der Bitte um vertrauliche Informationen erhalten, kontaktieren Sie die betreffende Institution direkt über offizielle Kommunikationskanäle. 

Melden Sie SMS-Phishing, indem Sie die verdächtige Nachricht an die Nummer von CERT Polska weiterleiten: +48 799 448 084. Nutzen Sie dazu die Funktion „weiterleiten“ oder „teilen“ auf Ihrem Telefon. Die Nachricht wird direkt an die Analysten von CSIRT NASK gesendet, die entscheiden, ob die verdächtige Domain zur Warnliste hinzugefügt wird. Denken Sie jedoch daran, dass Sie von einer Telefonnummer aus maximal drei Nachrichten innerhalb von vier Stunden melden können.

Für zusätzlichen Schutz empfiehlt es sich, beispielsweise in YubiKey-Sicherheitsschlüssel zu investieren. Sie erfordern während der Anmeldung eine physische Interaktion, etwa das Berühren der Kontaktfläche. Selbst wenn Cyberkriminelle die Anmeldedaten erlangen, können sie den Authentifizierungsvorgang ohne Zugriff auf den Schlüssel nicht abschließen. Entdecken Sie im SAPSAN Shop auch unsere Cybersicherheitsausrüstung für Einsteiger und Profis. 


Außerdem gilt: Informieren Sie sich und andere – insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld – regelmäßig über aktuelle Bedrohungen und Phishing-Methoden. Wissen ist entscheidend, um solche Betrugsversuche zu erkennen und zu vermeiden.
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