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SAPSAN-Blog-Banner mit einem Foto einer Hand mit Smartphone und einem Anruf von einer unbekannten Nummer, Adler-Logo und Titel Spoofing - wie man kein Opfer wird

Spoofing – was ist das und wie schützen Sie sich?

Spoofing zählt inzwischen zu den heimtückischsten Betrugsmethoden. Bei dieser Technik werden Identifikationsdaten gefälscht oder verändert, um an vertrauliche Informationen oder Geld zu gelangen. Betroffen sind häufig ältere Menschen, doch grundsätzlich kann es jeden treffen. In diesem Artikel erfahren Sie, was Spoofing ist, wie Sie einen solchen Angriff erkennen und sich wirksam davor schützen.

Was bedeutet Spoofing?

Der englische Begriff Spoofing bezeichnet eine Täuschung oder Fälschung; ein Spoofer gibt sich als eine andere Person oder Instanz aus. Wie funktioniert Spoofing? Es handelt sich um eine Betrugstechnik, die auf der Veränderung oder Fälschung von Identifikationsdaten beruht, beispielsweise:

  • E-Mail-Adressen,
  • Telefonnummern,
  • IP-Adressen.

Ziel ist es, das Opfer in die Irre zu führen, sein Vertrauen zu gewinnen und Zugriff auf wertvolle Daten oder Systeme zu erlangen.

Was ist ein Spoofing-Angriff?

Wir erläutern, wie ein Spoofing-Angriff funktioniert und was das für das Opfer bedeutet. Bedenken Sie: Spoofing kann verschiedene Formen annehmen; jede nutzt andere Techniken und Kommunikationskanäle. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Formen mit Beispielen.

  • Telefon-Spoofing – liegt vor, wenn der Angreifer die auf dem Bildschirm des Empfängers angezeigte Rufnummer manipuliert. Dadurch sieht der Empfänger eine Nummer, die offiziell oder vertrauenswürdig wirkt, z. B. die Nummer einer Bank oder Behörde. Beispiel für einen Spoofing-Anruf: Sie erhalten einen vermeintlichen Anruf Ihrer Bank. Ein „Mitarbeiter“ informiert Sie über angebliche Probleme mit Ihrem Konto und fordert persönliche Daten oder die Installation einer Software. Folgen Sie der Aufforderung, kann der Angreifer die Kontrolle über Ihr Gerät übernehmen und anschließend auf Ihr Geld zugreifen.

  • E-Mail-Spoofing – Betrüger verändern Kopfzeilen und das Absenderfeld einer E-Mail, sodass die Nachricht scheinbar von einer bekannten, vertrauenswürdigen Institution stammt. Dies kann zur Vorbereitung eines Phishing-Angriffs dienen. Ein Beispiel: Sie erhalten eine vermeintliche E-Mail Ihrer Bank mit der Aufforderung, einen Link zu öffnen und sich zur „Verifizierung“ Ihres Kontos anzumelden. Der Link führt zu einer gefälschten Anmeldeseite, die Ihre Daten abgreift.
  • SMS-Spoofing – ein Betrüger lässt in SMS-Nachrichten eine andere Telefonnummer als Absender erscheinen. Ein Werkzeug wie beispielsweise ein SMS-Spoofing-Gateway ermöglicht es, die Absendernummer so darzustellen, dass sie autorisiert oder bekannt wirkt.
  • DNS-Spoofing  Angreifer manipulieren DNS-Einträge, um Benutzer trotz korrekt eingegebener Adresse auf gefälschte Webseiten umzuleiten. Ein Beispiel: Sie rufen eine vertraute Webseite auf, werden durch manipulierte DNS-Daten jedoch zu einer täuschend echten Kopie weitergeleitet, die beispielsweise Ihre Anmeldedaten stehlen soll.
  • Daher beschäftigen große Unternehmen Fachleute für Cybersicherheit, die mit verschiedenen Multitools wie beispielsweise dem Packet Squirrel Mark II Penetrationstests durchführen. Dabei simulieren sie Angriffe auf Computersysteme, Netzwerke und Anwendungen, um Schwachstellen vor realen Angriffen zu erkennen. Ebenso wichtig sind Mitarbeiterschulungen und die Sensibilisierung für Spoofing. 

    Lesen Sie im SAPSAN-Blog auch unseren Artikel zu Skimming

    Wie schützen Sie sich vor Spoofing?

    Mit den folgenden Hinweisen können Sie das Risiko verringern, Opfer von Telefon-Spoofing oder einer anderen Variante zu werden:

    • Informieren Sie sich über aktuelle Bedrohungen und die Techniken von Cyberkriminellen, damit Sie potenzielle Angriffe besser erkennen und vermeiden können.
    • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen! Seien Sie bei jeder Aufforderung zur sofortigen Preisgabe von Daten wachsam, unabhängig davon, ob sie telefonisch, per SMS oder E-Mail erfolgt. Betrüger setzen darauf, dass Sie in Eile einen Fehler machen.
    • Wenn Sie Zweifel an der angezeigten Rufnummer haben, beenden Sie das Gespräch und rufen Sie die betreffende Organisation über eine selbst eingegebene offizielle Nummer zurück.
    • Seien Sie bei verdächtigen Situationen aufmerksam. Betrüger fragen oft bereits zu Beginn eines Gesprächs nach sensiblen Informationen wie Passwörtern, Konto- oder Personendaten und versuchen, Druck auszuüben. Bewahren Sie in solchen Fällen Ruhe und beenden Sie das Gespräch, wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint.
    • Schützen Sie Ihre Passwörter und verwenden Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Laden Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter, aktualisieren Sie Hardware und Software regelmäßig und nutzen Sie Antivirensoftware.

    Was droht bei Spoofing?

    Spoofing kann je nach Umständen mit einer Freiheitsstrafe von 3 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft werden. Verurteilte können außerdem von der Ausübung bestimmter Berufe ausgeschlossen werden, insbesondere von Tätigkeiten in der IT oder im Datenmanagement. In manchen Fällen kann das Gericht ein Berufsverbot in der Technologie- oder Finanzbranche verhängen. Im Rahmen von Ermittlungen und Gerichtsverfahren dürfen die Behörden Computer und andere zur Begehung einer Straftat verwendete Geräte beschlagnahmen. In Polen wird Spoofing auf der Grundlage der Vorschriften über Betrug (Art. 286 des Strafgesetzbuches), Irreführung (Art. 287) sowie der Vorschriften über unbefugten Zugang zu Informationssystemen (Art. 267) verfolgt.

    Was ist der Unterschied zwischen Phishing und Spoofing?

    Spoofing und Phishing – diese Begriffe sind keine Synonyme. Es handelt sich um verschiedene Techniken, die bei Cyberangriffen eingesetzt werden, obwohl sie oft miteinander verbunden sind. Spoofing ist häufig Bestandteil eines Phishing-Angriffs, aber nicht mit Phishing gleichzusetzen: Beim Spoofing werden Identifikationsdaten gefälscht, während Phishing dem unrechtmäßigen Erlangen von Informationen dient. Dabei kann beispielsweise eine echte E-Mail-Adresse vorgetäuscht werden. Die Technik kann aber auch eigenständig eingesetzt werden, um Systeme zu stören oder eine Identität zu stehlen.
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