Passwortgenerator: Ist er sinnvoll?
Phishing und der Diebstahl von Passwörtern, E-Mail-Adressen und Zugangsdaten auf verschiedenen Websites sind heute allgegenwärtige Gefahren. Cyberkriminelle gehen immer raffinierter vor. Der Schutz persönlicher Daten ist deshalb zu einem zentralen Bestandteil des digitalen Alltags geworden. Eine grundlegende Schutzmaßnahme ist ein starkes und vor allem langes Passwort. Entsprechend groß ist inzwischen die Auswahl an Passwortgeneratoren. Doch ist der Einsatz eines Passwortgenerators wirklich sinnvoll? Welchen Passwortgenerator sollten Sie wählen? Die folgenden Kriterien helfen bei der Entscheidung.
Was zeichnet einen starken Passwortgenerator aus?
Ein Passwortgenerator ist ein Programm, das automatisch zufällige und komplexe Passwörter erstellt. Ein Algorithmus kombiniert verschiedene Zeichen – Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen – zu einem einzigartigen Passwort, das sich nur schwer knacken lässt. Warum genügt keine leicht zu merkende Ziffernfolge wie 12345? Ein sicheres Passwort bildet die erste Verteidigungslinie gegen Cyberangriffe. Je komplexer und länger es ist, desto schwieriger ist es zu knacken. Als Mindestlänge gelten allgemein 12 Zeichen; außerdem sollte das Passwort Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kombinieren. Auch ein sehr langes Passwort kann durch Phishing gestohlen oder bei Datenlecks offengelegt werden.
Zur Erinnerung: Phishing ist eine Technik, bei der sich Kriminelle als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen ausgeben, um Sie zur Eingabe Ihrer Anmeldedaten zu verleiten. Ein Datenleck hingegen kann auftreten, wenn eine von Ihnen genutzte Website angegriffen und Ihre Daten gestohlen werden. Zusätzlichen Schutz gegen solche Angriffe bieten YubiKey-U2F-Hardwareschlüssel.
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Wo sollten Sie Passwörter speichern?
Am besten speichern Sie Passwörter in einem Passwortmanager. Solche Programme schützen Ihre Zugangsdaten und bieten häufig Zusatzfunktionen wie das sichere Teilen von Passwörtern oder die Prüfung auf bekannte Datenlecks. Die Daten werden verschlüsselt und sind dadurch vor unbefugtem Zugriff geschützt. Beachten Sie außerdem die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit Passwörtern:
- Passwörter nicht im Browser speichern – selbst wenn nur eine Person den Laptop oder das Telefon verwendet und niemand sonst Zugriff auf das Gerät hat, ist das Speichern von Passwörtern in Browsern keine sichere Lösung. Im Browser gespeicherte Zugangsdaten können dennoch von Cyberkriminellen gestohlen werden;
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren (2FA) – selbst die besten Passwörter können gestohlen werden, daher sollten Sie zusätzliche Authentifizierungsmethoden wie Sicherheitsschlüssel (z. B. YubiKey Bio C – FIDO Edition) oder Anwendungen, die einmalige Codes generieren, einsetzen;
- Erstellen Sie eindeutige Passwörter für jedes Konto – verwenden Sie für mehrere Konten niemals dasselbe Passwort. Erstellen Sie neue Passwörter mit einem Passwortgenerator.
Welcher Passwortmanager ist empfehlenswert?
Bewährt haben sich unter anderem folgende Passwortmanager:
- 1Password – ein kostenpflichtiger Passwortmanager, der erweiterte Funktionen wie die Überwachung von Datenschutzverletzungen, die Integration in Anwendungen und eine benutzerfreundliche Oberfläche bietet.
- Bitwarden – ein kostenloser Passwortmanager (mit einer Premium-Option), der quelloffen ist und in der Community großes Vertrauen genießt. Zusätzlich enthält er einen Generator für sichere Passwörter.
Passwortgeneratoren: Fazit
Ein Passwortgenerator ist sinnvoll, weil er starke, einzigartige und schwer zu knackende Passwörter erzeugt. Von Menschen gewählte Passwörter sind häufig leicht zu merken, aber ebenso leicht zu erraten. Ein Generator vermeidet dieses Muster und erstellt deutlich robustere Kombinationen. Zusätzlich sollten Sie Ihre Konten mit Sicherheitsschlüsseln absichern, zum Beispiel mit dem YubiKey Bio C oder YubiKey Bio – FIDO Edition. Wie Sie solche Sicherheitsschlüssel mit Facebook oder Instagram verbinden, erfahren Sie im Beitrag: Erste Schritte mit Yubico. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.
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